Praxis für Chiropraktik & Osteopathie
Katrin Dinge und Philippe Tajan

Viele Krankenkassen übernehmen mittlerweile anteilig die Kosten für Osteopathie. Bitte erkundigen Sie sich vor Beginn der Behandlung nach den jeweiligen Modalitäten. Wir sind Mitglied im Osteopathieverband HPO.

 Eine Definition von Osteopathie und Chiropraktik

In der Osteopathie und Chiropraktik setzen wir die Philosophie in ein manuelles Diagnose- und Behandlungskonzept, bei dem die Person und nicht die Krankheit im Vordergrund steht, um. Es ist eine ganzheitliche Denkweise und Herangehensweise mit dem Ziel, die Selbstheilung des Körpers anzuregen.

Philosophie der Osteopathie

Still’s Philosophie der Medizin unterschied sich sehr von der der allopathischen Medizin seiner Zeit. Während die klassische Medizin versuchte Symptome mit Medikamenten zu behandeln war sein Ansatz ganzheitlich. Er behandelte die Person mit ihren physischen wie psychischen Problemen und gleichzeitig kümmerte er sich um die Lebensweise und die Ernährung des Patienten. Ihm war bewusst, dass externe wie interne Faktoren die Gesundheit beeinflussen können.

Basierend auf der Philosophie von Swedenborg, Spencer und Virchow entwickelte er eine eigene Therapie, die Osteopathie.

Seine Herangehensweise war ganzheitlich. Er suchte und behandelte Zirkulationsstörungen, um die Selbstheilungskräfte - heute würden wir sagen das Immunsystem – zu einer Herbeiführung von Gesundheit anzuregen.  

Still selbst beschreibt die Osteopathie mit folgenden Worten: 

„…Osteopathie ist eine Philosophie, eine Kunst und eine Wissenschaft…“ 
(A. T. Still)

Still formulierte verschiedene Prinzipien für die Osteopathie:

1. Der Körper ist eine Einhievten Körper, Geist und Seele

2.Der Körper ist fähig sich selber zu regulieren, zu heilen und gesund zu erhalten

3.Struktur und Funktion des Körpers beeinflussen sich gegenseitig

Die Therapie basiert auf dem Verständnis der Basisprinzipien von Ganzheit, Selbstregulierung und gegenseitiger Beeinflussung von Struktur und Funktion

(Quelle:IFAO)









Was ist Chiropraktik? 

Diese Darstellung ist entnommen aus Wikipedia.de. Weitere Definitionen finden sich auf der Webseite der Deutschen Chiropraktoren-Gesellschaft e.V.




Begründer

der Chiropraktik war Daniel David Palmer, USA (1845−1913). Den Entdeckungstag der Chiropraktik, es war der 18. September 1895, beschreibt Palmer so:


"Harvey Lillard, der Pförtner des Rayan-Blockhauses, in dem ich meine Praxis hatte, war schwerhörig. Er hörte nicht mehr das Gerattere eines Pferdefuhrwerks auf der Straße und nicht mehr das Ticken seines Weckers. Ich wollte wissen, woher diese „Taubheit“ kam, da sagte er zu mir, dass er etwas Schweres gehoben habe, in einer verkrampften, gebeugten Haltung. Er hätte dann das Gefühl gehabt, dass etwas abgedrückt worden sei in seinem Rücken, und unmittelbar danach sei er taub geworden. Die Untersuchung ergab: Ein Wirbel war abgedrängt aus seiner normalen Lage. Ich dachte mir, wenn der Wirbel wieder richtig sitzen würde, dann müsste das Gehör des Mannes wieder funktionieren. Mit diesem Ziel vor Augen, versuchte ich − in einem halbstündigen Gespräch –, Herrn Lillard davon zu überzeugen, dass er erlauben sollte, die Rückplatzierung vorzunehmen. Ich brachte den Wirbel in seine richtige Position, indem ich den Dornfortsatz (Proc. spin.) des Wirbels als Hebel verwendete, und kurz darauf konnte der Mann wie vorher hören. Daran war nichts Zufälliges, sondern es war die Vollendung eines bewussten Zieles, und das Resultat entsprach den Erwartungen."


So lautet die geschickte Gründungslegende. In Wahrheit wurde D. D. Palmer von Jim Atkinson aus Davenport in Iowa in dieser Behandlungsmethode ausgebildet. Um sie selbst vermarkten zu können, erfand er den Namen „Chiropractic“.

D. D. Palmer erklärte das angeblich Neue an seiner Behandlungsmethode so: Die Grundprinzipien und die Prinzipien der Chiropraktik, die sich daraus entwickelt haben, sind nicht neu. Ich beanspruche dennoch, der Erste zu sein, der einen verschobenen Wirbel unter Verwendung der Dorn- und Querfortsätze (Proc. spin. u. trans.) als Hebel benutzt, wodurch der ausgerenkte Wirbel wieder seine normale Position erlangt. Von dieser Grundtatsache ausgehend, wurde eine Wissenschaft geschaffen, die dazu bestimmt ist, die Theorie und Praxis der Heilkunst zu revolutionieren. (Übersetzungen: D. Oesch)



Techniken der Chiropraktik


1. Adjustierung: Diese Adjustierung wird durch speziell erlernte Handgriffe erzielt. Sie haben das Ziel "Subluxationen" an der Wirbelsäule (an den Zygapophysialgelenken) wieder aufzuheben und damit den Druck auf die Spinalnerven (lateral) oder das Rückenmark (medial) zu beseitigen. Gelingt dies, dann verschwinden die Schmerzen in kurzer Zeit, z.B. bei einer Ischialgie (Ischiasreizung).

2. Traktion: bei der Traktion werden die Gelenkpartner durch Zug voneinander entfernt. Dies führt unter anderem zu Druckminderung, Entlastung und Schmerzlinderung. Außerdem verbessert sich durch die Dehnung der Bänder und der Gelenkkapsel die Beweglichkeit.

3. Translatorisches Gleiten, auch Mobilisation genannt: Um das verlorengegangene Gelenkspiel, und somit auch die Beweglichkeit wieder herzustellen, werden die Gelenkanteile parallel gegeneinander bewegt.

4. Weichteilbehandlung: Durch Dehn- und Entspannungstechniken wird die Muskulatur so verlängert, dass sie sich dem neugewonnenen Gelenkspiel anpasst.

5. Reflextechniken: Unter gezielter Ausnutzung von Nervenreflexen wird die Spannung der Muskulatur und die Schmerzwahrnehmung beeinflusst. Mittels komplexer Reflextherapien kann auch auf das zentrale Nervensystem eingewirkt werden, z.B. auf das vegetative Nervensystem und auch auf kognitive Bereiche.

Die traditionelle Technik der Chiropraktik ist die Manipulation, zunehmend werden vor allem neurologische Reflextechniken verwendet.


Aus- und Fortbildungen

auf dem Gebiet der Chiropraktik werden ausschließlich für Heilpraktiker und Ärzte angeboten (oft auch als Chirotherapie). Physiotherapeuten, die eine Fortbildung in Manueller Therapie abgeschlossen haben, dürfen nur mobilisierend arbeiten, aber keine „Wirbel einrenken“.

In Deutschland gibt es unterschiedliche Berufsbezeichnungen:

* Doctor of Chiropractic: Absolvent eines 4- bis 7-jährigen Hochschulstudiums der Chiropraktik an einer Universität im Ausland (USA)
* Chiropraktiker: Ausbildung in einem deutschen Fachverband für Amerikanische Chiropraktik
* Heilpraktiker: Verbandlich organisierte Zusatzqualifikation.
* Chirotherapeut: Arzt mit Zusatzweiterbildung in Manueller Medizin, auch Chirotherapie genannt, die seit den 1950er Jahren unter anderem aus der Chiropraktik entwickelt wurde.